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Zuckerfasten!       Prävention Stoffwechselmedizin
Systembiologische Therapie

Dr.med. Markus Bock

Arzt und Neurowissenschaftler

Dozent für Neuroimmunologie und Biopsychologie im Fachbereich angewandte Psychologie

 

 

ACHTUNG!!!

Ich distanziere mich von der überraschend gegründeten Firma "notadiet UG" und deren Inhabern Luis Geißelhardt und Alex Gansmann . Deren Inhalte, Ratschläge, Empfehlungen und Webinare für Patienten entsprechen nicht den medizinischen Standards und der Umgang mit Patienten ist unzulässig und gefährdet die Patientensicherheit. Die entsprechenden Behörden wurden informiert. Berlin, 8.3.2019 Dr. Bock

 

Drei Säulen Ihrer Gesundheit:

I. Ernährung

Fett die klügere Energiequelle als Zucker.

Warum Fett Ihnen das Leben verlängert und Krankheiten erspart.

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II. Kondition

Fett verbessert Ihre Kondition.

Der Weg um Ihre Kondition von innen und außen zu beeinflussen.

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III. Geist

Der Körper vergisst nicht.                           

Wie Sie sich mit Achtsamkeit zu wahrer Unabhängigkeit verhelfen.

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Die ketogene Ernährung wurde von mir zum moderaten Zuckerfasten weiterentwickelt und ist eine Ernährungsumstellung auf einen hohen Fettanteil der Nahrung bei geringer Gesamtzuckermenge.

Zucker und Fette sind Energiespeicher, die Sie mit der Nahrung täglich zu sich nehmen. Damit Ihr Körper diese Energie nutzen kann, müssen Zucker und Fette in eine bestimmte körpereigene Energieform umgewandelt werden. Dies findet innerhalb der Kraftwerke Ihrer Zellen, den Mitochondrien, statt. Die Wege dieser Umwandlung sind aber zwischen Zucker und Fetten gravierend verschieden und hemmen sich z.T. gegenseitig.

Gesunde Körperzellen, im Gegensatz zu Krebszellen, können problemlos zur Energiegewinnung zwischen den zwei Nahrungssubstraten Zucker und Fettsäuren wechseln. Grundsätzlich läuft dies in gesunden Körperzellen parallel ab. Nervenzellen weisen aber eine Besonderheit auf: Bei täglicher Zuckerzufuhr nutzen Nervenzellen den Zuckerstoffwechselweg ausschließlich. Erst wenn über mehrere Tage kein Zucker (alle energieliefernden Kohlenhydrate) zugeführt wird, wechselt das Gehirn auf Fettabkömmlinge – die Ketonkörper - zur  alternativen Energiegewinnung. Die Ketonkörper sind also namensgebend für diese Ernährungsform, da sie während der Mischkost so gut wie nicht vorhanden sind.

Für den Ketonkörperstoffwechsel konnte in den letzten Jahren gezeigt werden, dass sich weniger freie Radikale bilden als im Zuckerstoffwechsel. Daraus resultiert u.a. ein verstärkter Schutz der Nervenzellen vor Schäden.

Leider ist die Bedeutung der Fette zur Energiegewinnung durch die Zivilisationskost (50-60% Kohlenhydrate/Zucker) nur noch gering. Da Zucker und zu Zucker abbaubare Kohlenhydrate über Millionen von Jahren „Mangelware“ waren, hat der Körper Strategien entwickelt Zucker wie ein Schwamm aufzunehmen. Leider konnten sich in der Kürze der Zeit keine begrenzenden Mechanismen zur Zuckeraufnahme entwickeln. Bei zu hohem Fett- oder Eiweißkonsum hilft sich der Körper einfach mit einem kräftigen Durchfall. Zucker hingegen kann bei Gesunden nicht ausgeschieden werden. Seit wenigen tausend Jahren aber, vor allem seit der Industrialisierung, hat sich der Zuckerkonsum stark verändert und hat innerhalb weniger Dekaden ein vollständig süßes Leben ermöglicht. Interessanterweise kann ein so hochspezialisiertes System, wie der Zuckerstoffwechsel, nun zum Verhängnis werden, da er bei pausenloser Aktivierung den Fettabbau in hohem Maße behindert, den „Fettfluss“ aus Blut- und Depotfetten aufstaut und eine Ketonbildung durch hohe Insulinwerte verhindert. Anstatt zur balancierten Energiebereitstellung beizutragen, führt die zuckerreiche Ernährung zu Stress in dem System, das die Speicherenergie verarbeitet – den Mitochondrien – und stört so den Gehirnstoffwechsel nachhaltig. Eine Verminderung der Zuckerzufuhr ist daher nötig, wie im gleichen Zuge ein hoher Fettkonsum unbedingt erforderlich ist, um genügend Energie für Ihre Zellen bereit zu stellen und um eine zu starke Zuckereigenproduktion des Körpers zu vermeiden. Vor allem müssen reichlich Ketonkörper produziert werden, was durch den hohen Fettgehalt und den geringen Zuckeranteil gefördert wird. Beim Zuckerfasten bedient sich das Nervensystem, das Herz und viele andere Organe der Ketone als Hauptenergiequelle. Nun ernähren sich Ihre Zellen, ähnlich zum Fasten, primär von Fetten und Ketonen und sekundär von Zucker.

Das Zuckerfasten kann als Simulation des Fastens betrachtet werden, jedoch ohne fastentypisches Pausieren der Darmtätigkeit und ohne kalorische Einschränkungen. Die Konsequenzen der hohen Ketonverfügbarkeit sind eine erhöhte, stresstolerante Energieversorgung des Gehirns und daraus resultierend ein erhöhter Nervenzellschutz, welcher zum Erhalt der motorischen, sensiblen und kognitiven Leistungsfähigkeit führen kann.

Mittlerweile konnte auch für das Herz z.B. eine verbesserte Pumpfunktion unter ketogener Ernährung belegt werden.